Immer mehr Menschen leiden in der heutigen Zeit unter Schlafstörungen, die bereits beim Einschlafen beginnen und oftmals sogar das Durchschlafen nicht ermöglichen. Allein in Deutschland sind von Einschlaf- und Durchschlafstörungen bereits über 20 Millionen Menschen betroffen. Viele dieser Störungen benötigen eine Behandlung, dabei gehen Experten ungefähr von der Hälfte der Betroffenen aus. Frauen sind doppelt so oft betroffen, wie Männer und auch ältere Menschen leiden öfters unter Schlafstörungen, als es bei der jüngeren Generation der Fall ist. Hier sind vor allen Dingen chronische Krankheiten für die Störungen verantwortlich, die den Schlaf beeinträchtigen können.
Wodurch der Schlaf gestört wird
Besonders häufig sind psychische Erkrankungen, wie Angstneurosen oder Depressionen verantwortlich für die Schlafstörungen. Aber auch psychische Belastungen, wie unter anderem Probleme in der Partnerschaft, innerhalb der Familie oder Stress am Arbeitsplatz können Schlafstörungen hervorrufen. Besonders häufig sind Menschen mit organischen Erkrankungen, wie Rheuma, Asthma und Co. betroffen, die den Schlaf beeinträchtigen können. Ebenso kann sich Schichtarbeit bemerkbar machen oder Lärm, wenn am Tag geschlafen werden muss. Weitere Faktoren können spezielle Medikamente sein, die den Schlaf beeinträchtigen, wie beispielsweise Antidepressiva, Blutdruckmittel und Asthmamittel. Auch Alkohol und diverse Suchtstoffe können Schlafstörungen hervorrufen.
Durch Schlafstörungen wird ein hoher Leidensdruck erzeugt. Wird der Nachtschlaf gestört, so kann dies den ganzen Tag beeinträchtigen, bereits am frühen Morgen fühlt man sich wie gerädert, ist unzufrieden mit sich selbst und der ganzen Welt oder einfach schlecht gelaunt. Ein richtiges Konzentrieren ist einfach nicht möglich, das wiederum hat zur Folge, dass die Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Um bis zu 39 Prozent kann die Arbeitsproduktivität sinken. Eine der häufigsten Unfallursachen im öffentlichen Straßenverkehr ist Übermüdung.
Einige Grundregeln für den gesunden Schlaf beachten
Betroffene sollten zunächst ergründen, worauf die Schlafstörungen zurück zu führen sind. Oftmals sind es ganz einfache Dinge, die den Schlaf beeinträchtigen. Zunächst sollte der Schlafkomfort betrachtet werden, dazu zählt auch der Standort des Fernsehers, der möglichst in keinem Schlafzimmer stehen sollte. Ebenfalls sollte das Schlafzimmer abgedunkelt werden können und sich möglichst nicht an einer Hauptverkehrsstraße befinden. Denn in den heißen Sommermonaten ist dann ein Schlafen bei geöffneten Fenstern kaum möglich.
Als zweiten wichtigen Punkt muss jeder Mensch für sich selbst heraus finden, wie viel Schlaf er wirklich benötigt. Einigen Menschen reichen bereits sechs Stunden Schlaf und andere hingegen benötigen acht Stunden, damit sie sich erholt und ausgeschlafen fühlen. Bei Erwachsenen beträgt die normale Schlafdauer zwischen sechs und acht Stunden, damit sie sich fit und voll leistungsfähig fühlen. Je älter der Mensch wird, desto weniger Schlaf benötigt er. Oftmals macht die ältere Generation tagsüber ein Nickerchen, wodurch sich der Nachtschlaf verkürzt. Es sollte keinesfalls mehr als nötig geschlafen werden, denn ansonsten braucht der Kreislauf einige Zeit, um wieder in Schwung zu kommen und es wird eine Schlappheit bemerkt.
Mit einem Schlaftagebuch kann sich jeder einen Überblick über die eigenen Schlafgewohnheiten und –probleme verschaffen. Darin sollten die Einschlaf- und Aufwachzeiten notiert werden und genauso die Gründe des Aufwachens und wie lange man wach liegt. Ebenfalls sollten außergewöhnliche Ereignisse des Tages notiert werden und wie man geschlafen hat.
Am Abend sollte auf eine leichte Kost gesetzt werden, denn schwere Mahlzeiten belasten nur. Auch anregende Getränke und Alkohol sowie Kaffee und Nikotin sollten reduziert werden, die das Einschlafen und Durchschlafen nur erschweren. Mit immer wieder gleichen Ritualen am Abend wird das Einschlafen erleichtert, wie ein Buch zu lesen oder ein entspannender Spaziergang an der frischen Luft. Die abendliche ruhige Regelmäßigkeit fördert das Einschlafen, dazu zählt genauso zu einer bestimmten Zeit zu Bett zu gehen. Gleichermaßen sollte das Schlafzimmer nicht zu warm oder zu kalt sein, bei ungefähr 18 Grad Celsius sollte die Temperatur liegen.