Es wurden schon unzählige Studien durchgeführt, die sich mit dem gesunden Schlaf beschäftigten. Ein versäumter Schlaf kann nur schwerlich wieder nachgeholt werden, dafür wird einiges an Zeit benötigt und mit einmal am Wochenende länger schlafen ist der verloren gegangene Schlaf noch längst nicht ausgeglichen.
Selbst bei einer vernünftigen Lebensweise erhalten viele Menschen nicht ausreichend Schlaf, um ihre volle Konzentrations- und Leistungsfähigkeit über Stunden hinweg aufrecht zu erhalten. Bedingt ist der Schlafmangel oftmals durch die berufliche Tätigkeit, das können unter anderem unregelmäßige Arbeitszeiten und dergleichen mehr sein. Der Schlafmangel ist bereits Alltag
Bei vielen Menschen gehört der chronische Schlafentzug bereits zum Alltag, wobei sich der Schlafmangel nicht so einfach ausgleichen lässt, indem am Sonnabend und Sonntag einfach länger geschlafen wird. Schlafforscher haben bereits viele Untersuchungen durchgeführt und wissen bereits seit Jahren, dass die Spuren des Schlafmangels bezüglich der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit mindestens eine Woche oder noch länger benötigen, um zu verblassen.
Studien über Schlafentzug
Bereits im Jahr 2003 wurde von Belenky und den Mitarbeitern des Walter Reed Army Institute of Research in Amerika eine Studie durchgeführt, wobei die Wirkungen untersucht wurden, die bei einer Woche Schlafentzug die Geistesgegenwart beeinträchtigen. Die Probanden konnten nach dem Schlafentzug drei Nächte lang mindestens acht Stunden schlafen, damit sie sich wieder erholen konnten. In einem Test wurden anschließend die Reaktionszeiten der Studienteilnehmer untersucht und auch bei anderen psychomotorischen Aufgaben konnte der Leistungsabfall nicht wieder durch den vermehrten Schlaf rückgängig gemacht werden. Gut zu erkennen waren die Auswirkungen vor allen Dingen bei den Teilnehmern, die pro Nacht nur jeweils drei oder fünf Stunden Schlaf erhielten.
In Stockholm am Karolinska-Institut wurde im Jahr 2008 eine ähnliche Studie von Axelsson und seinem Team durchgeführt. Dabei wurde den Teilnehmern der Untersuchung für fünf Tage nur jeweils vier Stunden Schlaf pro Nacht zugestanden. Anschließend konnten sich die Probanden eine Woche lang mit einem achtstündigen Nachtschlaf erholen. Nach der Erholungsphase wurden Tests vorgenommen, bei denen über einen längeren Zeitraum die Wachsamkeit erforderlich war. Selbst am Ende der Woche waren die Reaktionszeiten noch nicht im normalen Bereich, es waren noch starke Schwankungen zu verzeichnen, obwohl sich die Teilnehmer für ausgeschlafen und fit hielten. Auf Vorrat schlafen
Am Walter Reed Army Institute of Research in den USA führten Rupp und seine Mitarbeiter eine neue Studie über Schlafmangel durch. In den Ergebnissen konnten sie feststellen, dass sich der Mensch deutlich besser von einer Woche Schlafentzug erholen kann, wenn er eine Woche vorher sozusagen Schlaf angespart hat. So wurden bei der Studie Personen untersucht, die eine Woche lang in der Nacht zehn Stunden geschlafen haben und anschließend Schlaf entzogen bekamen. Sie erholten sich bedeutend schneller als eine Vergleichsgruppe, die im Durchschnitt nur sieben Stunden Nachtschlaf erhielt.
Bei einem vorhersehbaren Schlafmangel kann also jeder den Schlaf schon vorher ansparen, um sich anschließend schneller wieder erholen zu können. Denn ein chronischer Schlafmangel kann nicht mit einmal länger schlafen ausgeglichen werden.